Fragen und Antworten zur Schulgründung





Wo wird die Schule sein?

Da der ursprüngliche Standort in der Wittibsmühle nicht mehr zur Verfügung steht, suchen wir nach einem neuen für unsere Schule geeigneten Ort.


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Wie und wann kann ich mein Kind anmelden?

Laden Sie sich bitte unser Voranmeldeformular herunter und senden es uns vollständig ausgefüllt zurück. Jede Voranmeldung - sie ist unverbindlich - stärkt unsere Position bei der Stellung unseres Antrags auf Genehmigung der Schule und gibt uns Planungssicherheit. Vor allem die Schülerzahlen der nächsten Jahre sind hierfür interessant. Bitte zögern Sie nicht bei entsprechendem Interesse auch Ihre Kinder voranzumelden, die erst in einigen Jahren eingeschult werden sollen.


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Muss ich mein Kind von der Regelschule abmelden? Bleibt ihm der Regelschulplatz sicher erhalten?

Das Abmelden des Kindes von der Regelschule führen Sie am besten durch, sobald Sie die verbindliche Zusage von uns erhalten. Die Regelschule ist aufgrund der Schulpflicht verpflichtet Ihr Kind aufzunehmen, ein Schulplatz dort ist somit sicher.


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Ganztagsbetrieb, Nachmittagsbetreuung?

Unsere Schule wird sowohl den Ganztagsbetrieb als auch eine Nachmittagsbetreuung anbieten - sofern die Eltern es wünschen und wir die dafür notwendigen Voraussetzungen (Förderung) erfüllen. Wir sind der Meinung, dass der Ganztagsbetrieb der wesentlich bessere für alle Kinder ist, da sich damit der Schulalltag bestens entzerren lässt.

Das, was sonst bis in die Mittagstunden erledigt sein muss, hat dann Zeit und darf über den ganzen Tag verteilt werden. Außerdem leisten wir damit einen nicht unerheblichen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit, da nahezu alles, was in der Schule erledigt werden soll, auch dort ausreichend Zeit finden kann.


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Genehmigung der Schule, wie läuft das?

Der Schulträger (in diesem Fall wir, der Montessoriverein Moosburg) stellt Antrag auf den Betrieb einer so genannten Ersatzschule bei der Regierung von Oberbayern. Der Antrag für das jeweilige Schuljahr muss bis zum 31. März bei der Behörde eingegangen sein. Bei positivem Bescheid kann der Schulbetrieb dann zum Schuljahresbeginn im Herbst aufgenommen werden.


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Wie wird die Schule finanziert?

Ein wichtiges Thema. Nachdem der Freistaat in den ersten beiden Jahren den notwendigen (Schul)Sachaufwand (Gebäude, Miete, Möbel...) nicht fördert und sich an den Lehrergehältern nur mit 65 % beteiligt, werden wir das aus eigener Kraft finanzieren. Zur einfacheren Betrachtung ist die Finanzierung in zwei Bereiche gegliedert: Vorbereitende Maßnahmen und der laufende Betrieb.


Die Finanzierung wird sich wie folgt gestalten:


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Gibt es Noten?

An unserer Schule gibt es – wie an den allermeisten Montessorischulen auch - keine Noten. Unser Ziel ist es, dass die Kinder und Jugendlichen sich zu selbstständigen und eigenverantwortlichen Menschen entwickeln. Dabei wären Noten nicht förderlich. Selbstverständlich müssen wir jederzeit wissen, „wo sich die Schüler*innen befinden“. Dafür gibt es zum einen die Pensenbücher Pensenbücher, die das Erreichen der individuellen Ziele dokumentieren und zum anderen das IzEL (Informationen zum Entwicklungs- und Lernprozess). In diesem Dokument wird ganz anders und viel detaillierter als mit einer Note pro Schulfach dargestellt, wie sich die Fähigkeiten der Schüler*innen darstellen.

Ein Muster-IzEL aus einer anderen Schule

Wir halten ein IzEL für wesentlich aussagekräftiger als jede Note.


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Wie viele Schüler*innen pro Klasse?

Bei uns gibt es keine Klassen, sondern Lerngruppen. Diese setzen sich altersgemischt aus mindestens zwei Jahrgangsstufen zusammen. Das ist nicht nur wichtig für den Erwerb von Sozialkompetenz, sondern schafft eine Grundlage für das individuelle Lernen und ermöglicht ein „voneinander lernen“. Jeder Lerngruppe (voraussichtlich 15 bis 22 Schüler*innen) soll ein Lehrerteam, also zwei erwachsene Lehrpersonen, zur Verfügung stehen.

Eines der wesentlichen methodisch-didaktischen Elemente der Montessori-Pädagogik ist eine Lerngruppe mit einer altersgemischten Struktur. Deshalb führen wir Jahrgangsmischung durch. Die Vorteile stellen sich sowohl für die Älteren als auch für die Jüngeren dar. Jüngere orientieren sich stark an den Älteren, sind bestrebt Kontakt aufzunehmen. Sie beobachten und ahmen vieles nach und lernen dadurch automatisch. Viele der Älteren können ihr Wissen an die Jüngeren weitergeben und vertiefen dadurch gleichzeitig ihre Fähigkeiten und erfahren, was es bedeutet Wissensvermittler zu sein (siehe auch hier).


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Was ist Freiarbeit?

Freiarbeit sind Phasen des selbstständigen Lernens. In dieser Zeit bearbeiten die Schüler*innen eigenverantwortlich ihren, dem persönlichen Lernfortschritt entsprechenden, Lernstoff.

Freiarbeit darf nicht mit dem Verlust von Bindung verwechselt werden, der negative Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern nehmen würde. Unsere Lehrer*innen stehen jederzeit während der Freiarbeit zur Ansprache und Unterstützung zur Verfügung. Es wird großer Wert darauf gelegt, dass die Phasen der Freiarbeit in größtmöglicher Selbstverständlichkeit erfolgen. Hierbei sollen die Schüler*innen ihre selbst gesteckten und mit den Lehrer*innen vereinbarten individuellen Ziele erreichen.


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Welche Schulabschlüsse wird es geben? – Wie geht es danach weiter?

Wir bieten unseren Schüler*innen diese Abschlüsse



Der Montessori Bildungsweg zur Allgemeinen Hochschulreife

 

 

 

Jahrgangsstufe

Berufsoberschule BOS

Montessori Fachoberschule

Gebundene Hochschulreife

mit zwei Fremdsprachen

Weiterführende staatliche Schule, Ausbildung oder Lehre

13

Berufsausbildung Lehre mit Berufsschule

Montessori Fachoberschule

11 und 12

Mittlerer Bildungsabschluss, Mittlere Reife

10

Mittelschulabschluss / qualifizierender Mittelschulabschluss

9

Oberstufe

7 - 8

Mittelstufe

5 - 6

Grundstufe

1 - 4

Kinderkrippe und Kinderhaus

 


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Was ist die große „Montearbeit“?

Die „Große praktische Arbeit“ nach Maria Montessori (Montearbeit) stellt einen wichtigen Meilenstein und Höhepunkt der Schullaufbahn dar. Für diese Arbeit wählen die Schüler*innen der Oberstufe ihr ganz persönliches Thema aus den vielfältigsten Bereichen aus. Sie umfasst einen praktischen und einen theoretischen Teil. Die Arbeit erstreckt sich über mehrere Monate und mündet in einer öffentlichen und feierlichen Präsentation vor den Eltern und anderen geladenen Gästen. Den Rahmen der Feierlichkeiten bereiten andere Schüler*innen, so dass sich die Schüler*innen voll und ganz auf ihren großen Präsentationstag konzentrieren können.


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Gibt es Hausaufgaben?

Hausaufgaben gibt es grundsätzlich nicht. Die Zeit nach Schulschluss und in den Schulferien soll für außerschulische Belange genutzt werden. Tätigkeiten zum Erreichen persönlicher Ziele oder z. B. im Rahmen der großen Montessoriarbeit notwendige Vorbereitungen werden ebenso wie Projektarbeiten selbstständig auch außerhalb der regulären Schulstunden erledigt.


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Wofür ist das Pensenbuch?

Ein Pensenbuch beinhaltet die individuellen Aufgaben und Ziele der Schüler*innen sowie Anmerkungen dazu. Sie werden im gemeinsamen Gespräch zwischen Schüler*innen und Lehrer*innen vereinbart. Hiermit wird der Erwerb der Fähigkeit zur Selbsteinschätzung und Planung unterstützt.


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Warum Elternarbeit und wie gestaltet sich diese?

Der Betrieb einer Schule wie dieser erzeugt nicht nur durch den besseren Personalschlüssel größere Kosten als eine Regelschule. Somit steht pro Schüler*in rechnerisch weniger Geld zur Verfügung, als das in der Regelschule möglich wäre.

Die bessere Individualisierung und Förderung der einzelnen Talente und Fähigkeiten kann nur durch Mithilfe und Unterstützung der Elternschaft erbracht werden. Ein großer Teil dafür wird aus dem Schulgeld bestritten. Gleichzeitig werden die Betriebskosten durch die sogenannte Elternarbeit gesenkt.

Tatkräftige Unterstützung bei der Ausgestaltung von Festen (z.B. große Montessoriarbeit), die Begleitung auf Klassenfahrten und auch das Erbringen handwerklicher Tätigkeiten entlastet die Kasse. Eltern können sich entsprechend ihren Fähigkeiten und passend zum persönlichen Zeitplan am Schulleben beteiligen und somit die Kosten niedrig halten. Eine gleichmäßige Aufteilung der Elternarbeit auf alle Schultern stellt eine gerechte Verteilung sicher.

Ein weiterer Nutzen für die Schulfamilie resultiert aus der durch die Elternarbeit gelebten Beziehung zwischen Schule und Elternschaft. Es macht durchaus Sinn, die Gesichter des pädagogischen Teams der Schule der eigenen Kinder nicht nur anhand des Jahresberichts oder von der Schuleinschreibung vor Augen zu haben.

Und, liebe Eltern: Die Kinder und Jugendlichen unserer Schule sollen diese in Eigenverantwortung sauber halten. Denn wer für etwas zu sorgen hat, geht meist pfleglicher damit um. Der Vorteil für alle: Kosten für Reinigungskräfte entfallen und Elternarbeit in Form von Putzdienst fällt so kaum noch an. Selbstverständlich bekommen die Schüler*innen nur solche Arbeiten zugeteilt, die für sie möglich und auch zumutbar sind.


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Können Schüler*innen sich selbst unterrichten?

Wir rechnen dem „voneinander lernen“ einen hohen Stellenwert zu. Wer anderen etwas vermitteln kann profitiert doppelt: A) Es findet eine Vertiefung des Themas beim Helfenden statt. B) Die Freude des Geholfenen stärkt die Motivation und Hilfsbereitschaft des Helfenden. Das Gefühl gebraucht zu werden, ist eine gute Belohnung für ein solch soziales Verhalten.


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Was ist eine Challenge (Herausforderung)?

In der Oberstufe planen und absolvieren unsere Schüler*innen selbstständig eine Unternehmung, die sie eigenverantwortlich in einem Zeitraum von drei Wochen absolvieren. Der Feststellung von Hartmut von Hentig (Schule neu denken, 1993) folgend, bekommen die Jugendlichen eine wertvolle Gelegenheit zur Festigung von Erlerntem und zur Ausprägung ihrer Sozialkompetenzen.

„Aber in den mittleren Jahren und vor allem in der Pubertät wird die Schule zur Qual. In diesem Alter richtet das schulische Lernen so gut wie nichts aus – und die Schule ignoriert dies hartnäckig… Der formalisierte Unterricht kann in diesen zwei Jahren auf zwei Stunden am Tag beschränkt werden…, damit man das Gelernte nicht gänzlich vergisst. Wichtiger ist jetzt etwas anderes: Selbsterprobung, die Beziehung zu anderen Personen, die Emanzipation von denen, die einen bisher bestimmt, erzogen, bevormundet haben. Jetzt brauchen die jungen Menschen Erlebnis, Abenteuer, Aufgaben…“

Wie an einigen, teils preisgekrönten Schulen längst etabliert, sind der Phantasie bei der Challenge kaum Grenzen gesetzt. Eine Alpenüberquerung zu Fuß, das Bauen eines Floßes mit anschließender Fahrt darauf, Erstellung eines Spielplatzes in einer fremden Stadt oder oder oder… Das Ziel muss erreichbar sein und die Mittel sind begrenzt (150,— Euro pro Kopf).

Die Schüler*innen erfahren dabei ihre Grenzen, erbringen soziale, körperliche und entwicklungspsychologische Leistungen, auf die sie stolz sein können und erproben sich. Das Projekt bietet allen Jugendlichen die Möglichkeit, sich persönlich zu entwickeln und zu stärken. Teamgeist, Selbstständigkeit, Lebenserfahrung und Lebensorientierung können unmittelbar erlebt und erprobt werden. Ohne den Zwang durch Erwachsene dürfen sie nach ihren selbst ernannten Zielen und mit geringem Budget ausgestattet eine Erfahrung machen, die sie höchstwahrscheinlich nie mehr vergessen werden.

Bericht in der SZ über eine solche Unternehmung

Selbstverständlich muss der Sicherheit Rechnung getragen werden – je nach Unternehmung ist stets mindestens eine erwachsene und entsprechend vorbereitete Person als Notanker eingebunden. Sie wird sich aber so unsichtbar wie nur möglich machen, der Zeitraum gehört ja den Jugendlichen.


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Welche Fremdsprachen werden erlernt?

Englisch. Weitere Sprachen auf Anfrage.


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Wird der Lehrplan für die bayerischen Schulen angewendet?

Selbstverständlich orientieren wir uns am bayerischen Lehrplan, der auch für unsere Schule verbindlich ist - sonst bekämen wir gar keine Genehmigung zum Schulbetrieb.


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Was ist der Erdkinderplan?

„Das Interesse des Kindes hängt allein von der Möglichkeit ab, eigene Entdeckungen zu machen. Die Freude, das Selbstwertgefühl, sich von anderen anerkannt und geliebt zu wissen, sich nützlich und fähig zu fühlen, das sind Faktoren von ungeheurer Bedeutung für die menschliche Seele. Schließlich bilden das Selbstwertgefühl und die Möglichkeit, an einer sozialen Organisation teilzuhaben, lebendige Kräfte. Und das gewinnt man nicht, indem man Lektionen auswendig lernt oder Probleme löst, die nichts mit dem praktischen Leben zu tun haben. Das Leben muss zum zentralen Punkt werden und die Bildung ein Mittel.“ (Maria Montessori)

Der Erdkinderplan stellt die Erfahrungsschule des sozialen Lebens dar. Durch spielerisches Erlernen im Rahmen von selbstverantworteten Projekten und Tätigkeiten z. B. auf einem Bauernhof (Versorgung von Tieren, bestellen einer Ackerfläche, Gemüseanbau) oder dem Betreiben eines Hofladens mit den Erzeugnissen eines landwirtschaftlichen Betriebes wird es möglich, handwerkliche und soziale Fähigkeiten lebensnah zu vermitteln. Sich in eine Gruppe eingebunden fühlen, Wertschätzung für die eigene Tätigkeit zu erfahren und zu wissen, dass das Produkt anderenorts benötigt wird, dient der Ausprägung der eigenen Sozialkompetenz.

In verschiedenen Projekten wird der Lernort so weit wie nur möglich in die Lebenswirklichkeit gebracht. Physikalische Gesetzmäßigkeiten, die wir früher mit einem Tafelbild vorgesetzt bekamen, werden nicht durch das Übertragen der Selbigen in ein Schulheft sondern durch praktisches Erfahren vermittelt. Selber mit einem einfachen, selbstgebauten Flaschenzug einen schweren Balken anzuheben bedeutet eine viel nachhaltigere Wissensvermittlung als sie auf der Schulbank sitzend möglich wäre.

Wir möchten eine Schule, die die Natur in den Mittelpunkt stellt. Dafür ist Gemüse- und Obstanbau bestens geeignet. Die Schüler*innen bauen an, jäten Unkraut, versorgen die Pflanzen und ernten; all dies nach ökologischen Regeln. Die Ernte kann z. B. frisch oder bereits verarbeitet in einem schuleigenen Hofladen verkauft werden. Je nach Umfang des Geländes oder im Zuge von Patenschaften mit regionalen Landwirten wäre auch denkbar, dass jedes Kind pro Jahr einen Baum pflanzt. Diese werden in regelmäßigen Abständen vermessen (Wachstum) und klassifiziert (Gesundheit, Schädlinge, Stress). Anhand dieser kleinen landwirtschaftlichen Projekte wird im Unterricht der biologische Zusammenhang vermittelt und im Laufe der Jahre immer weiter vertieft.

Sofern machbar, z. B. durch Partnerschaften mit darauf spezialisierten Betrieben, ist auch Tierpflege oder -haltung vorstellbar.

Gleichzeitig wird dies dem enormen Bewegungsdrang der Kinder, vor allem dem der Jungen, im pubertären Alter gerecht. Es finden außerdem verschiedene Projekt statt, wie



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Fehler sind erwünscht! Kann das gut sein?

Eine gute und aktiv gelebte Fehlerkultur ist das A und O der nachhaltigen Wissensvermittlung. Wer keine Fehler macht, lernt nicht wirklich. Das ganze Leben ist stark geprägt vom Lernen durch Erfahrung. Deshalb heißen wir jeden Fehler willkommen, er ermöglicht uns das Gegensteuern und daraus Lernen.


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Lehrer*innen bekommen auch Noten

Das ist Quatsch, bei uns gibt es keine Noten. Dennoch erhalten die Schüler*innen im Rahmen eines Feedbackverfahrens die Möglichkeit die Arbeit ihrer Lehrer*innen zu bewerten. Wir brauchen das, um die Qualität unserer Arbeit immer wieder zu überprüfen und gegebenenfalls gegensteuern zu können. Ohne Rückmeldung und Reflektion zu arbeiten kommt für uns nicht in Frage.


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Warum soll ich mein Kind an eine Privatschule schicken?

Damit es ohne Noten- und Leistungsdruck in einer geschützten und altersgerechten Umgebung bei lebensnahen Umständen nachhaltig Wissen erwerben kann und dabei möglichst hohe Sozialkompetenz erwirbt. Außerdem sind dank unserem bayerischen Schulsystem alle Wege „nach oben“, bis hin zur Hochschulreife, offen.

Ferner erhalten Sie als Eltern oder Erziehungsberechtigte ein Maximum an Beteiligungs- und Mitgestaltungsmöglichkeit. Im Rahmen der demokratischen Prozesse und der Teilhabe am Schulleben sind Ihre Beiträge nicht nur willkommen sondern ausdrücklich erwünscht. Schließlich haben Sie auf den Lernerfolg Ihres Kindes mindestens so viel Einflussmöglichkeit wie wir.

Ein Auszug aus dem Grundsatzpapier von Prof. Dr. Hans Eichinger, Bürgermeister von Wang – dem wir als Schulgründer nur beipflichten können:

Selbst wenn es bei den staatlichen Einrichtungen noch häufig an der notwendigen Flexibilität fehlt und die Lerninhalte oft zu wünschen übrig lassen, sind doch die Bemühungen um permanente Verbesserungen unverkennbar. So gibt es auch in der bayerischen Schullandschaft genügend Beispiele für erfolgreiche Innovationen und zufriedene Schüler und Lehrer. Es besteht aber nach wie vor das Problem, dass allein vom Konzept her die staatlichen Schulen kaum in der Lage sind, die individuellen Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder besonders zu fördern und bei temporären Defiziten die notwendige Förderung zu gewährleisten.

Eine staatlich anerkannte Schule mit neuen Konzepten kann sicher auch nicht für den Erfolg jedes Schülers garantieren, aber die Möglichkeiten der individuellen Förderung und Wertschätzung stehen hier im Mittelpunkt und machen eine positive Entwicklung der Kinder sehr viel wahrscheinlicher.



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Werden Klassenfahrten veranstaltet?

Ja, unbedingt. Unsere Klassenfahrten dienen der für einen Schulbetrieb unserer Qualität unabdingbaren Bindungsentwicklung zwischen dem pädagogischen Personal und den Schüler*innen. Sie werden möglichst zu Beginn einer Jahrgangsstufe durchgeführt.


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Wie hoch wird das Schulgeld sein?

Das richtet sich nach den genauen Umständen. Gelingt es uns z. B. durch besonders guten Einkauf oder das Selbstherstellen von Einrichtungsgegenständen das Budget zu entlasten, drückt sich das auch durch einen niedrigeren Schulbeitrag aus. Grundsätzlich möchten wir unserem Personal eine dem Aufwand und den Anforderungen gerecht werdende Entlohnung zukommen lassen. Der Schulbetrieb soll sich dabei selbst finanzieren und dient nicht der Erwirtschaftung einer Rendite.


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Wer gründet diese Schule?

Eine Gruppe von Eltern* die sich zum Ziel gesetzt hat, das bewährte pädagogische Konzept von Maria Montessori für die Kinder der Region anzubieten.

* Montessoripädagogin, Schulgründerin, Lehrerin, Bildungsaktivist*innen und regelschulerfahrene Eltern


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Ist die Schule inklusiv?

Selbstverständlich sollen alle Kinder aufgenommen werden, deren Eltern möchten, dass sie diese Schule besuchen. Natürlich muss das in den Rahmen der Möglichkeiten unseres Schulbetriebs passen – wir werden unser Möglichstes tun, entsprechende Lösungen zu finden.


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Das pädagogische Konzept

Die Pädagogik von Maria Montessori. Lesen Sie bitte hier

Lesen Sie bitte hier das (derzeit noch vorläufige) pädagogische Konzept.


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Einbeziehung der Eltern / Weiterbildung

Eine gut funktionierende Schulfamilie ist Grundvoraussetzung für den Erfolg, den alle Beteiligten und die Schüler*innen im Besonderen damit haben. Eltern, die nicht wissen, was in der Schule ihrer Kinder abläuft oder das Gefühl der Nichtbeteiligung haben, wären ungünstig für die schulische Entwicklung ihrer Kinder. Vertrauen in diese und das, was in der Schule abläuft ist mehr als das Salz in der Suppe – es ist existenziell wichtig. Deshalb werden wir regelmäßig durch Veranstaltungen und Fortbildungen das Konzept und die Wirkungsweisen unserer Schule darlegen und weitergeben. Selbstverständlich stehen die Türen der Schule auch während des Schulbetriebs für alle Eltern jederzeit offen - wir freuen uns über jeden Besuch.


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Demokratie und Mitbestimmung der Schüler*innen

Es ist uns wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen ihre Belange so demokratisch und selbstbestimmt wie nur irgend möglich planen und bestimmen können. Gelebte Demokratie ist uns dabei ein wichtiges und wertvolles Ziel. Regelmäßige Zusammenkünfte und Schulforen sollen die Regeln der Mitbestimmung zur Selbstverständlichkeit werden lassen. Regeln für das Zusammenleben und den täglichen Ablauf in den Lerngruppen sowie Verstöße dagegen können und sollen durch die Schüler*innen eigenverantwortlich festgeschrieben und durchgesetzt werden.


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Gelebte, öffentliche Wertschätzung

Die Kultur der öffentlichen Wertschätzung ist ein elementarer Bestandteil des Schullebens. Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Schulforen erhalten die Schüler*innen die Möglichkeit der öffentlichen Wertschätzung. Besondere Leistungen der Mitschüler*innen oder andere am Schulbetrieb beteiligter Personen sollen dabei vor allen Anwesenden „öffentlich“ gemacht werden. Dieser Form der Wertschätzung wird ein fester Zeitrahmen zugewiesen, der es institutionalisiert.


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Gibt es so etwas wie eine Leitlinie für die Schule?

Die Welt braucht neue Wege des Lernens und Lehrens, auf denen nicht nur die Schätze der Vergangenheit behütet und immer wieder neu vermittelt, angeeignet und verstanden werden. Vielmehr geht es darum zu fragen, wie wir heute und morgen unsere Verpflichtung erfüllen können, junge Menschen darin zu fördern, ihre eigene Persönlichkeit auf der Grundlage eines globalen, offenen, toleranten und verantworteten Denkens und Handelns im Hinblick auf zukünftige Gesellschaften zu entwickeln.

Lernen funktioniert dann am besten und vor allem besonders nachhaltig, wenn es gelingt, unseren Kindern ihre schier grenzenlose Entdeckerfreude und Gestaltungslust, ihre Offenheit und vor allem Lebensfreude zu erhalten.

Die Fähigkeit zur Eigenmotivation wird im Wesentlichen angetrieben von der Freude auf das Erreichen eines Zieles.

Somit können Kinder für das Lernen - nicht nur für das mit den schulischen Anforderungen unserer Zeit - bestens gewappnet werden. Schließlich stellt Lernen einen lebenslangen Prozess dar, der nicht nur auf die Schule oder die Ausbildung begrenzt ist.

Ziel der Schulzeit muss es deshalb sein, alle Kinder bestmöglich, entsprechend ihren Fähigkeiten und Neigungen in ihrer Entwicklung zu starken und lebensbejahenden Persönlichkeiten individuell zu fördern und verantwortungsvoll zu begleiten.

Das pädagogische Konzept der Schule wird deshalb so weit wie möglich an den Bedürfnissen der Kinder ausgerichtet sein. Die Durchführung der unvermeidlichen und auch wichtigen Leistungsbewertung muss sich an den Fähigkeiten und dem Positivpotential eines jeden einzelnen Kindes orientieren. Das Können und die Erfolge werden entsprechend gewürdigt und verbleibender Nachholbedarf gemeinsam definiert.

Das Schulleben soll so wirklichkeitsnah wie möglich verlaufen. Das Leben in die Schule zu holen bedeutet Lernen im Leben zu fördern und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu haben. Herausforderungen wirken nachhaltig auf die Persönlichkeitsentwicklung. Angebote, die Entdeckungsfreude, Unternehmungsgeist, Risikobereitschaft, Verantwortungsgefühl, seine Grenzen auszuloten, Selbstbewusstsein und auch einen adäquaten Umgang mit Enttäuschungen und Fehlern beinhalten, ermöglichen ein Wachsen des Selbstvertrauens der Jugendlichen von innen heraus.

Wir möchten für unsere Kinder einen Lern- und Lebensort schaffen, an dem sie ihre individuellen Fähigkeiten im eigenen Tempo entwickeln und ausbauen können.


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